Seit der iPad-Hype (der wird im Übrigen zu 90% von der Doitschen Journaille geschürt - warum, das wissen die wohl nur selber) auf Hochtouren läuft, fühlen sich tausende von "Spezialisten" bemüßigt mal wieder über Apple, doofe Apple-Käufer und die Marketingmacht von Apple zu schimpfen (das ist gewollt von der Journaille, denn das bringt inzwischen richtig viele Klicks). Interessant. Zum x-tausendsten Mal wird aufgewärmt, "dass es schon lange Tablett-PCs gibt, die viiiieeel besser sind" und auch das iPhone als Statussymbol wird bei dieser Gelegenheit gerne mit Mobiltelefonen vom Jahr 2000 verglichen "die sowieso schon mehr konnten, als das Blenderphone von Apple".
Interessant, wie diese Firma inzwischen polarisiert, weil sie offensichtlich in der Rezession alles so ziemlich richtig macht (und das bei Menschen, die vor ein paar Jahren Apple noch für einen Obsthersteller gehalten haben…). Auch ist kaum jemand enttäuscht von den Produkten, wenn er sich mal drauf eingelassen hat. Aber das ist nur ein Beweis für die Kritiker, dass der Apple-User einfach zu dämlich ist, zuzugeben, was er für einen Mist gekauft hat.
Das, was man Steve Jobs vorwirft - nämlich sein berühmtes RDS (Reality Distortion Field) - scheint die Kritiker nun komplett im Bann zu haben, nur andersrum: Als das iPhone rauskam, haben sie dem Teil einen
frühen Tod prophezeit. Als dann der Verkauf einzigartige Ergebnisse lieferte, wurden fluggs alle Käufer für nicht Zurechnungfähig erklärt.
Natürlich hat der Siegeszug des iPhone vor allem in Doitschland länger gedauert, weil der Doitsche einfach anders tickt: ein Mobilphone darf keinen Spass machen, und nur wer sein Mobilphone "berherrscht", der ist ein richtiger Mann. Inzwischen habens offensichtlich ein paar mehr kapiert, die werden natürlich im Anti-RDS als Apple-hörige Blender abgestempelt. Auftritt iPad: gleiches Spiel. Es wird nicht zur Kenntnis genommen, was das Teil kann, sondern erst mal das, was es nicht kann. Wer sich allerdings die Mühe gemacht hat, auf der Apple-Webseite die Demos anzusehen, der muss schon komplett spaß- und merkbefreit sein, das Teil nicht zumindest als "interessant" zu empfinden.
So wird auch dem iPad ein kompletter Misserfolg prophezeit. Genauso wie dem iPhone. In Amiland scheints aber irgendwie ganz gut zu gehen, am ersten Verkaufstag. Und einige Mainstreamtitel wie die
Süddeutsche,
Spiegel Online und
andere entblöden sich doch tatsächlich, Journalisten über den Teich zu schicken um das Teil zu kaufen und anschiessend zu testen.
Irre. Es scheint, als wäre der kollektive Irrsinn in Doitschland ausgebrochen, sowohl auf der einen, als auch anderen Seite.
Und während der Doitsche 0-8-15 PC-User sich immer noch über das fehlende Flash oder eine fehlende Webcam so echauffiert, dass man Angst haben könnte, er fängt zu speicheln an (was er in den Kommentaren obiger Seiten auch tut), sind ein paar findige Leute dabei ihre ersten Apps für das iPad fertigzustellen und Geld damit zu verdienen.
Und das ist das wirklich Interessante, denn der Doitsche lamentiert eigentlich schon seit einiger Zeit lieber, als dass er seien Arsch hochkriegt und was "schafft". Und wenn dann ein "Mitbewerber" was schafft und ordentlich Kohle verdient, ist er natürlich um so übler gelaunt.
Und da ist er wieder, der "Doitsche" Neidfaktor.