Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man tatsächlich einen Schenkelklopfer draus machen. Als Steve Jobs das "JesusPhone" vor fast 3 Jahren ankündigte und vorstellte, da war seine Aussage, dass der technologische Vorsprung wenigstens 2 Jahre wäre. Nun, das war Marketing-Sprech. Aber schauen wir doch mal, was nach fast 3 Jahren passiert ist: das iPhone ist mehr denn je der Massstab und hat die Smartphone-Gemeinde mal so eben en passant "gehijacked".
Jedes neue Smart- oder Touchphone wird erst mal unter dem Label "iPhone-Killer" vorgestellt. Derzeit ist es das neue
HTC Hero, das als drittes Android-Handy dem iPhone und natürlich der Konkurrenz das Fürchten lehren soll.
Dann war da noch ein Grundrauschen um den PALM pre in den USA, der immerhin drei Tage im Rampenlicht stand - und dann schon wieder in der Versenkung verschwand, als das iPhone 3 GS vorgestellt wurde. Genauso gut ist halt nicht gut genug.
Vom Debakel um den Blackberry Storm gar nicht zu schweigen. Zwar waren Softwareschwierigkeiten am Anfang schnell behoben - jedoch haben sich die Provider das grösste Bein gestellt, indem sie die WLAN-Funktion beispielsweise in Deutschland erst mal nicht drin haben wollten. Sitzt der Verantwortliche dafür noch im besagten Unternehmen?
Von NOKIA ganz zuschweigen. Das N97 sieht zumindest aus wie ein iPhone, aber das wars auch schon. Die Bedienung des Teils bleibt Menschen vorbehalten, die Kosmopädagogik studiert haben und gerne frickeln.
Und nun lernen wir, dass
Microsoft und NOKIA zusammenarbeiten wollen, bei den Smartphones. Ohmeingott. Das kann nur ein Desaster werden.
Und just passiert - zumindest in Deutschland - das, worauf die ganzen iPhone-Killer-Unternehmen sehnsüchtig gewartet haben.
Die Telekomiker erhöhen die iPhone-Preise drastisch, ganz so, als wollten sie den iPhone-Markt hierzulande in die Steinzeit zurückbomben.
Irgendwie bleibts spannend.
Auf eines warten wir allerdings immer noch, HTC hin oder SAMSUNG her, den echten iPhone-Killer in den Köpfen des Verbrauchers. Obwohl: die T-Mobile ist als einzige auf dem richtigen Weg - zumindest hier in Deutschland. Und die brauchen dazu nicht mal ein anderes Smartphone vom Mitbewerb …